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by Sofia Pauls

Hallo ihr Lieben,

es ist einfach unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Seit einigen Wochen bin ich wieder zu Hause und was soll ich sagen? Ich stecke natürlich mitten im Alltag und ihr habt mal wieder viel zu lange nichts von mir gehört. Als ich euch das letzte Mal geschrieben habe, da strotze ich nur so vor Motivation. Ich wollte Bäume ausreißen, die Welt verändern,…Na gut, hat nicht geklappt, abhaken. Dass meine Reise in meiner Erinnerung langsam schon verblasst, macht mich trotzdem irgendwie traurig und auch nachdenklich. Zudem lässt mich ein Gedanke nicht mehr los: Ich habe das Gefühl, dass sich niemand dafür interessiert, was ich hier schreibe. Darum kommt nun eine Bitte: Du! Ja, genau du! Wenn du das soeben liest, dann bitte – schick mir ein Zeichen. Eine kurze Nachricht, ein Kommentar, irgendwas. Zeig mir, dass du da bist und sich die Mühe lohnt. Schließlich will ich meine Erlebnisse mit jemandem teilen, das ist ja der Sinn dieses Blogs. Also, wie wäre das: Du scrollst kurz an das Ende dieses Artikels und schickst mir eine Nachricht (bevor du es vergisst – wir sind schließlich alle manchmal etwas vergesslich) und dann liest du weiter? Einverstanden?

Nachricht geschickt? Dann kann es hier weitergehen 🙂

So, es tat wirklich gut sich den Frust einmal kurz von der Seele zu schreiben. Jetzt habe ich wieder mehr Energie, euch von meiner Reise zu erzählen. Ich habe nämlich noch die ein oder andere Story für euch in Petto. Also lehnt euch zurück. Oder holt euch ein bisschen Popcorn. Jetzt wird es spannend. Ich erzähle euch davon, wie Maria zu mir sprach und wie sie mich dazu gebracht hat, regelmäßig in die Kirche zu gehen. Übrigens: Für alle, die sich fragen, was mit Padre Pio ist. Er hält sich derzeit mehr als bedeckt und lässt nichts von sich hören. Ich schätze, dass meine Geduld gefragt ist, doch leider ist diese Fähigkeit bei mir nicht sonderlich stark ausgeprägt. Ich werde aber daran arbeiten, versprochen.

Am Absatz des Stiefels – Travelling alla Carbonara

Kennt ihr die Story von Maria und Debora? Nein? Nun, das war so: Maria erschien Debora und bat Sie, den Garten Himmelsgrün zu erschaffen. Das war im Frühjahr 1992. Seither ist Debora Marasco aus Manduria (ein Ort im Absatz des Stiefels) sozusagen eine kleine Berühmtheit. Letztes Mal hatte ich euch schon davon berichtet, dass ich im Garten Himmelsgrün war – insgesamt sogar drei Mal. Dort, inmitten eines wunderschön gelegenen Olivenhains, spürt man Gott anders als in der Kirche. Die Kapelle auf dem Grundstück ist eher einfach aber sie ist toll geschmückt und voller Liebe. Die Jungfrau Muttergottes wird als Jungfrau der Eucharistie symbolisch dargestellt und es gibt ein paar Holzbänke zum Knien. Die ganze Atmosphäre ist sehr still aber trotzdem spürt man eine tobende, heiße und liebevolle Energie, die unterstrichen wird von wunderbaren floralen Düften. Ich gebe mein Bestes, meine Eindrücke zu umschreiben. Wer es aber wirklich 1:1 nachempfinden will, der muss wohl selbst nach Bella Italia reisen.

Ein liebliches Rufen führt mich zur Umkehr

Als ich kniend die Statue der Muttergottes betrachtete (sie ist dunkel gekleidet und trägt eine goldene Krone, ist ganz im italienischen Stil aber doch etwas kleiner als üblich) schmerzten meine Knie gewaltig. Ein so irdisches Empfinden, von dem ich mich aber nicht ablenken lassen wollte. Ich schaute ihr ins Gesicht und auf einmal, wie aus dem Nichts, war es da: Mein Herz wurde von einer unglaublichen Wärme erfüllt, mein Geist kochte förmlich und fühlte sich ursteinzeitlich benebelt an. Ich war überwältigt und sprachlos zugleich. Was war das für ein Gefühl? Aus der Tiefe meines Körpers hörte ich ein Rufen. Das Rufen einer Frauenstimme, das Stück für Stück immer intensiver wurde. Sie sagte: „Komm, Komm mein Kind in meine Arme. Komm, komm nach Hause.“ Der skurrile, liebliche und hallende Wortschwall schwemmte sich auf direktem Wege in meine Seele. Das musste die liebende Stimme der Mutter Gottes / Jungfrau der Eucharistie sein. Was sie mir noch sagte? Dass ich öfter in die Kirche gehen solle. Uff – das war natürlich nicht, was ich hören wollte. Und meine innerliche Abneigung kann ich auch nicht leugnen. Kirche, da ist einfach nicht so mein Ding. Wenn ich an den strengen Katholizismus der Kirche denke, da sträuben sich bei mir die Nackenhaare. Ich persönlich denke, dass es wichtiger ist, das Wort im Herzen zu tragen, es zu leben und zu verbreiten. Aber gut, wenn die Jungfrau Maria zu einem spricht, dann sollte man das vielleicht nicht auf die leichte Schulter nehmen.Sonntagsgottesdienst-erlebnis

Immer wieder Sonntag, fühl ich mich gut wie nie

Ich wollte Maria meinen Respekt erweisen und so habe ich mich die letzten vier Sonntage brav auf den Weg in die Kirche gemacht. Immerhin begann die Messe erst um elf Uhr, damit konnte ich leben. Mein Mann ist immer mit von der Partie und wir sind beide heilfroh, dass wir eine relativ gechillte Kirche gefunden haben. Es gibt Klavier- und Gitarrenbegleitungen und auch ein Chöre singen. Insgesamt also doch etwas lockerer als ich mir das vorgestellt hatte. Und wer samstags zu lange auf war, der kann sich nach der Messe einen Kaffee holen, eigentlich ein netter Ausklang (wobei manch einer den Kaffee wohl schon vor der Messe gebrauchen könnte). Mein Gesamturteil fällt positiv aus und das liegt vor allem daran, dass wir uns nach der Kirche am Sonntag ziemlich gut fühlen: Spirituell geerdet und moralisch aufgefrischt. Ich muss sagen, dass ich die Gemeinde echt spitze finde, denn hier werden auch politische Themen diskutiert. Große Mächte werden kritisch hinterfragt und es wird aktiv dazu aufgerufen, sich wenn nötig gegen menschenverachtende Herrschaftsformen zu wehren. Wir erleben den Unterschied zwischen Gut und Böse, zwischen richtig und falsch – ein geiles Gefühl, dass den Sonntag zu meinem liebsten Wochentag macht. Und mich verändert. Oh ja, ich verändere mich wirklich.

Dass ich freiwillig in die Kirche gehe, ist echt ein ziemlich „krasser Scheiß“, wie eine meiner Freundinnen sagen würde. Manchmal schüttelt sie mit dem Kopf wenn ich ihr davon berichte, dass ich mich jeden Tag mit dem heiligen Öl von Manduria salbe und dabei ein Gebet spreche. Auch für mich klingt es „anders“ wenn ich das hier so schreibe, aber es gibt mir einfach ein fantastisches Gefühl mich an das Erlebte zu erinnern. Außerdem will ich mich davor schützen, die falschen Wege zu gehen. Meine Reise zum Mittelpunkt der Seele hat mich so nachhaltig verändert, da erscheinen meine ganzen anderen Versuche so kläglich: NLP Seminare, Motivationswochenende, Meditation – kann man alles in die Tonne hauen. Für die Zukunft wünsche ich mir eine freiere Kirche, die zeitgemäßer ist, moderne Menschen anspricht und Jesus´ Liebe in den Vordergrund stellt. Also Schluss mit diesen steifen Zeremonien. Lasst uns das Brot und Jesu Namen brechen und ein Weinchen dazu trinken. Lebt Ihm nach. Er war kein Spießer er wollte gutes tun & helfen.

Hilfe_Patenschaft_GhanaErst gestern war ich auch wieder in der Kirche und das Thema war Ghana. Es war eine echt schöne Messe. Voller berührender Themen und im Mittelpunkt ein soziales Thema: „Die Armut in Ghana“. Es gab im Anschluss Spezialitäten aus Ghana und ich habe eine Patenschaft für einen kleinen Jungen übernommen. Denn Glaube ist nicht blind in die Kirche zu rennen und danach einfach seinen Stiefel weiter zu machen. So eine Religion braucht doch echt keiner. Dankbarkeit war das zentrale Thema für mich an diesem Sonntag. Ich bin soo dankbar genügend zu essen, zu trinken und ein tolles zu Hause zu haben. Viele Menschen sind so undanbar dabei geht es uns doch so gut in Deutschland. Es liegt daran das die Menschen seelisch arm sind, weil ihnen ein spirituelles und moralisches wärmendes Fundament fehlt. das hat übrigens auch Mario der Seheer aus Brindisi zu uns gesagt. Die Jugend hat alles doch Sie ist innerlich sehr arm. In Ghana sind die Menschen sehr arm aber sehr fröhlich und voller Zuversicht. Ist das nicht schlimm.

Zudem werde ich auch mehr tun um den Menschen dort zu helfen, habe meine Hilfe angeboten und versuche einfach ein besserer Mensch zu sein.
Ich rufe alle Leser dazu auf für das Gute in der Welt zu stehen und zu kämpfen.
Mal sehen ob das klappt 😉

 

Geschichte fortsetzen

 

 

Sofia Pauls
About Sofia Pauls
Ich bin 38 Jahre alt und bin eine rheinische Frohnatur, aber auch gewissenhaft, pünktlich und fleißig. Eben irgendwie deutsch. Ich heiße Sofia Pauls und hab einfach Bock diese authentische echte Geschichte aus meinem Leben mit euch zu teilen. Lest Sie oder lasst es. Ich will die Story für mich einfach nur konservieren. Wie meine Oma es mit den Früchten vergeblich versucht hat ;-) Ok das war jetzt ein wenig geflunkert...

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Teil 13: Immer wieder Sonntag fühl ich mich gut wie nie